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Bei Nutzung des Chips zur Abwicklung von Zahlungen im Verfahren „electronic cash" („PIN-Verfahren") ergeben sich kleine Änderungen im Handling und Verhalten gegenüber der Verarbeitung mit Magnetstreifen. Dies sind:
1 Bedienung / Transaktionsablauf
Bei Verwendung des Magnetstreifens ist die Karte nach dem Einstecken sofort wieder zu entnehmen. Der Magnetstreifen wird, unabhängig ob auf der Karte ein Chip vorhanden ist, weiterhin bei den Zahlungsarten ELV, OLV und POZ verwendet (d.h. diese Zahlungsarten können nicht über den Chip abgewickelt werden).
Bei der Zahlungsart „electronic cash" und vorhandenem Chip wird die Karte bis zum Ende des Vorgangs im Kartenleser festgehalten (verriegelt).
Die Abwicklung von „electronic cash" mit Chip unterscheidet sich auch im Zeitverlauf von der Abwicklung über den Magnetstreifen. Bei der Chip-Abwicklung erfolgt zunächst eine Kommunikation mit dem Chip. Je nach Typ des von der ausgebenden Bank verwendeten Chips dauert dieser Vorgang ca. 4-5 Sekunden. Erst danach erfolgt die Abfrage zur PIN Eingabe. Im Falle einer Offlinezahlung ist der Vorgang nach der PIN Bestätigung in ca. l Sekunde abgeschlossen. Ansonsten kommt noch die Zeit für eine Onlineautorisierung dazu. Diese liegt in den Zeiten einer Magnetkarten Online PIN Zahlung.
Der Bonausdruck von Offlinezahlungen mit Chip sieht etwas anders aus und ist ca. 2 Zeilen länger.
2 Online / Offline
Obwohl oft der Begriff „electronic cash Offline" verwendet wird, bedeutet eine Abwicklung von electronic cash Transaktionen über das Medium Chip nicht automatisch, daß die Transaktion ohne Onlineabfrage beim Netzbetreiber erfolgt.
Hierzu sind Parameter (z.B. Offlineverfügungslimits) auf dem Chip und im Terminal hinterlegt, die das durchzuführende Verfahren festlegen. Diese Parameter werden ausschließlich von den kartenausgebenden
Banken festgelegt und können bei jeder Onlineverbindung vom ausgebenden Institut aktualisiert oder geändert werden.
Die Parameter im einzelnen:
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